Süßwasser

Der nächste Tag beginnt mit Trampen: Angefangen bei einem ewig streitenden Pärchen und aufgehört bei Valentin, Laubenkieper am Razim-See neben dem Schwarzen Meer am unteren Ende des Donau-Deltas, landen wir an einer menschenverlassenen Stelle direkt am See, zu der uns Valentin noch 5km von seinem Ferienhaus entfernt über üble Schotterpisten fährt. Ob es hier ungefährlich ist zu campen, weiß er nicht so genau. Die  letzten Spuren menschlicher Zivilisation hier sind 2 Ruinenstädte auf den den See säumenden Felsen aus dem Mittelalter. Die nächsten bewohnten Häuser sieht man, wenn man auf den höchsten Punkt der Umgebung steigt, in der Ferne. Wir bauen unser Zelt auf und verchillen den Nachmittag, bis wir merken, dass uns nur noch einige Schluck Wasser bleiben. Die Rettung bringen am frühen Abend ein paar Touristen, die sich die Ruinen angucken und uns 2 Liter Wasser schenken.

auf der Felskante sitzen...mächtig

auf der Felskante sitzen…mächtig

Keine 20m von unserem Zelt entfernt grast ein Pferd. Wir gehen davon aus, dass es schon irgendjemand abholen kommen wird. Als wir schlafen gehen, ist das Pferd immer noch da und kommt unserem Zelt des öfteren gefährlich nahe. Da kann man es ruhig mal mit der Angst zu tun bekommen, ist ja nicht gerade schwach, so ein Pferd. Zu allem überfluss legen die Nacht über an unserem Privatstrand dubiose Gestalten in Motorbooten an. Hier ist nachts mehr los, als tagsüber.

Das Pferd

Das Pferd

So richtig viel können wir bei dem Trubel nicht schlafen.

Sonnenuntergangsgemälde by Mutter Natur

Sonnenuntergangsgemälde by Mutter Natur

Als wir am nächsten Morgen mit einem Fischer, der zum Glück mit dem Auto genau an unseren Strand gefahren kommt, ins nächste Dorf mitfahren wollen, kommt Valentin mit einem Kumpel vorbei, er wollte gucken, ob wir die Nacht gut überstanden haben. Was für ein netter Mensch.

bosslike Steine flippen am Privatstrand

bosslike Steine flippen am Privatstrand

Wir wollen weiter ins Donau-Delta rein, über kleine Straßen und Dörfer trampen wir nach Tulcea. Das läuft super: Es gibt hier zwar wenig Verkehr und die Autos fahren nur kurze Strecken. Dafür hält ungefähr jedes dritte Auto an, um uns mitzunehmen.

In der Stadt angekommen, lernen wir Sara & Jorge kennen, zwei junge Spanier, mit denen wir uns für eine Bootstour am nächsten Tag verabreden. Wir übernachten im günstigsten Hotel.

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